Dienstag, 3. April 2018

Michael Lewis: The new new thing

Nachdem ich Liar's Poker gelesen und auf Youtube einige Vorträge gesehen hatte, versprach ich mir einiges von dem Buch. Das wurde leider nicht eingelöst. Tatsächlich ist mE Michael Lewis mit dem Stoff nicht zurecht gekommen. Er hat weder die Materie verstanden noch ist er in die Welt seiner "Protagonisten" eingedrungen. Dies waren die Kernstärken seines Erstlings (neben Sprache und Humor, die auch hier wieder das ansonsten sehr mittelschlechte Buch einigermaßen rausholen). Definitiv nicht sein bestes Buch. 

Sonntag, 7. Januar 2018

John le Carré: Call for the Dead

Ein früher Roman, man merkt's ihm an. Die üblichen großen Hymnen auf JlC sind hier möglicherweise etwas fehl am Platz. Die Geschichte ist recht straight forward, der Humor lakonisch, die politische Relevanz ist (ein bißchen) da - das spricht alles für einen guten Thriller, aber nicht für Weltliteratur. Ist ja auch OK - ebenso wie die Tatsache, dass das Ganze ein klein wenig aus der Zeit gefallen ist.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Samstag, 25. November 2017

Michael Lewsi: Lair's Poker

Wahnsinnig lesbar, sehr, sehr lehrreich, schnell, interessant - und wahr: sicherlich eines der besten biographischen Bücher da draußen, das sehr sensibel und schlau über einen Zeitpunkt und Ort in unserer Geschichte schreibt, der bis heute nachhallt.

Dienstag, 30. Mai 2017

Dave Eggers: The Circle

Man kann das Buch sicher als Genre-Literatur lesen, als einfaches Sci-Fi-Ding, das eben eine mehr oder weniger interessante Idee flott aufbereitet. OK, geschenkt, als Pulp Fiction im Bahnhofskiosk kann man das machen. Die Tatsache, dass dieses Buch aber breit besprochen wurde, verfilmt und gelobt von diversen Kritikern wirft ein erschreckendes Schlaglicht auf die Branche. Ärmlich geschrieben, ohne nennenswerten Plot, ohne Charakterentwicklung (wenn man überhaupt von Charakter sprechen will), keine nachvollziehbaren Handlungen der Akteure, ach, es fehlt eigentlich an allem. Und nicht nur das: Die bahnbrechende "Idee" ist so simpel und dümmlich, dass es einen sprachlos macht, dass eigentlich schlaue Leute hier einen Blick hinter die Kulissen der Digitalisierung zu erhaschen meinen.

Sonntag, 2. April 2017

Bartoschek/Waschkau: Muss man wissen!

Die Autoren wollen suggerieren, dass sie sich auf seriöse Weise dem besorgniserregenden Phänomen Stoll nähern. Das klappt leider nicht: Hier wird billig der kleine Ruhm ausgebeutet, den Herr Stoll in seiner Abseite des Internets errungen hat. Ziemlich schamlos wird es am Ende, wo die Autoren so  dreist sind, Herrn Stoll - ohne dass dieser darum gebeten hätte - eine psychologische Diagnose anzuhängen. Herrn Stolls Positionen waren sicher seltsam und falsch. Sowas hat aber kein Mensch verdient.

Ankowitsch/Rubinowitz: Wie Franz Beckenbauer mir einmal viel zu nahe kam

Eine schöne Anthologie, die es einem erlaubt, einzutauchen in das journalistische/schriftstellerische Werk bestimmter (Wiener) Kreise einer bestimmten Generation. Ich habe sie gerne gelesen.