Sonntag, 6. September 2020

Matt Ruft: Lovercraft County

Die Idee, dünne Rassismus von Lovercraft mit dem allgemeinen Rassismus der 40er Jahre in den USA und den Monstern in uns und im Weltall zu verweben, ist sehr gut. Die serielle erzählweise ist dem Entwurf geschuldet. Meines Erachtens vergibt sie ein paar Chancen. Insgesamt lesenswert, aber das Buch hält nicht ganz, was es anfangs verspricht.

Samstag, 5. September 2020

Katharina Zweig: Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl

Absoluter top Einstieg in die Problematik. Für Laien sehr verständlich, trotzdem in der Sache komplex. Leseempfehlung!

Satya Nadella: Hit Refresh

Okayes Buch über den spektakulären Umbruch bei MSFT. Am Ende etwas frustrierend, wie wenig Einordnung Nadella hier leistet. Erkenntnisgewinn ist mittel.

Samstag, 6. Juni 2020

Svante Domizlaff: Elbchaussee

Ein unbedingt lesenswertes Buch, das die Geschichte der Stadt Hamburg und ihrer Kaufleute greifbar macht. Sehr flüssig geschrieben und schön bebildert, ist es ein ganz inspirierendes, schönes Buch.

Freitag, 7. Februar 2020

Phil Knight: Show Dog

Ein ehrliches Buch, dass ich mit dem Erfolg eines Unternehmers in den 50er 60er und 70er Jahren in den USA auseinandersetzt. Überraschend wenig bullshit überraschend viel echter Autor. Lohnenswert.

Dienstag, 5. November 2019

Don Winslow: The Border

Dritter Teil der "großen Trilogie" über Mexico. Das Buch ist nicht schlecht, viel Recherchearbeit, es liest sich weg wie jeder Winslow. Im Vergleich zu den Vorgängerwerken bleibt aber das Gefühl, dass hier weniger Blut, Schweiss und Tränen geflossen sind. Vieles bleibt etwas oberflächlich. Einzig das Thema über die Verwicklungen eines gewissen Immobilienmagnaten mit dem Mafia-Geld ist für den Laien ein interessanter Twist, der sich nachzuverfolgen lohnt. Die Handlungsstränge zB um das drogenabhängige Pärchen sind in Ordnung, können einen aber nicht wirklich emotional mitnehmen. The Power of the Dog bleibt unerreicht. Gut, wenn Winslow sich jetzt anderen Projekten zuwendet.

Timo Daum: Die Künstliche Intelligenz des Kapitals

Ein schlechtes Buch. 

Der Autor ist offensichtlich kein Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Die einzelnen Kapitel wirken, als hätte er sich jeweils die aktuellen Google News-Artikel zum Thema rausgesucht und dann ein bißchen "Marx" eingestreut. Das ist inhaltlich schwach. Die ganze Marx-Chose wird irgendwie "passend gemacht", die inhaltliche Bezugnahme auf Marx bleibt aber im Wesentlichen behauptet. Ganz peinlich wird es dann im apologetischen Kapitel über China.