Mittwoch, 28. November 2012
Karen Duve: Taxi
Nicht so gut wie Regenroman, dennoch sehr unterhaltsam, im typischen Sound der Schriftstellerin, etwas enttäuschend die Remixe bzw. Sekundärverwertungen zu "Keine Ahnung". Die Taxi-Stories in Abwechslung mit dem Plot-Korsett (wenn man so will) funktionieren OK, eigentlich hätte das Buch aber auch ohne die Taxigeschichten gut unterhalten. Die autobiographischen Anklänge berührend.
Karen Duve: Keine Ahnung
Kurzgeschichtensammlung, offenber das erste Buch, bzw. das zweite, denn die ebenfalls hier enthaltene Geschichte "Im tiefen Schnee" war ja schon vorher erschienen. Nicht alle Geschichten von gleicher Qualität, alle gut, manche wirklich gut, "Im tiefen Schnee" wirklich brilliant.
Alle Aspekte von Duves Schreiben sind auch hier schon erkennbar, eine schöne Entwicklungsstudie der Schriftstellerin.
Alle Aspekte von Duves Schreiben sind auch hier schon erkennbar, eine schöne Entwicklungsstudie der Schriftstellerin.
Montag, 19. November 2012
Ferdinand von Schirach: Karl Tohrbergs Weihnachten
3 Geschichten, 10 Euro, in diesem Fall dürfte der Autor mehr verdienen als an manchem Fall vor Gericht...
Die Geschichten sind mehr oder weniger vom gleichen Schlag wie S. andere Stories, also eine Rückkehr vom Roman zur kürzeren Form. "Der Bäcker" lässt dabei etwas die Schirach-typische Fallhöhe vermissen. Das eher psychologische Portrait im zweiten Fall ist schon eher ein klassischer "Schirach", Karl Tohrbergs Weihnachten gehört dann wieder zu seinen besseren Stories.
Bei Licht und Schatten nach seinem ersten Buch darf man gespannt sein, in welche Richtung sich der Autor entwickelt.
Die Geschichten sind mehr oder weniger vom gleichen Schlag wie S. andere Stories, also eine Rückkehr vom Roman zur kürzeren Form. "Der Bäcker" lässt dabei etwas die Schirach-typische Fallhöhe vermissen. Das eher psychologische Portrait im zweiten Fall ist schon eher ein klassischer "Schirach", Karl Tohrbergs Weihnachten gehört dann wieder zu seinen besseren Stories.
Bei Licht und Schatten nach seinem ersten Buch darf man gespannt sein, in welche Richtung sich der Autor entwickelt.
Max Goldt: Texte aus den in deie Vergriffenheit...
Wie immer, großes Tennis, einige seiner besten Texte sind dabei (zB "Beläge").
Sonntag, 4. November 2012
Don Winslow: Savages
Mit Wissen und Poesie einen ordentlich dumpfen Actionreisser zu verfassen - das können nur wenige.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Richard Lloyd Parry: People who eat darkness
Dokumentarischer Bericht über einen in UK offenbar sehr bekannten Vermisstenfall. Der Autor schafft es, die japanische Kultur geduldig zu erklären, da eröffnen sich für den Laien neue Horizonte. Die Welt des Entführers bleibt dem Leser verschlossen (kein Wunder). RLPs Verdienst ist es, über den Tellerrand der Reportage hinaus zu blicken und zu versuchen, dem Leser hier Erkenntnisse zu vremitteln. Teilweise regen sich allerdings Zweifel, ob die Reportage an allen Stellen korrekt gewichtet und perfekt lektoriert ist. Dennoch ein interessantes Buch.
Karen Duve: Regenroman
Mein erstes Buch von Karen Duve, für mich eine echte Entdeckung. Zwischen lovecraftschem Horror, biblischer Weltuntergangsvision und einigen schlechten Beziehungstagen im Matsch oszilliert dieser Roman. Die Autorin fasiziniert mit einem nüchtern-komischen Stil, der die unglückliche Geschichte enorm beflügelt. Überrascht haben mich die Sprünge in der Darstellung, die aber auch wohl geglückt sind. Einzig Martina hat mich als Charakter nicht überzeugt und wurde gegen Ende auch irgendwie lieblos fallengelassen. Tolles Buch!
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