Donnerstag, 25. November 2010
Adam Gautletts: Not so quiet
Cthulhu-inspiriertes Adventure, routiniert geschrieben, in der Mitte vielleicht etwas railroady, was aber für ein one-shot auch ganz gut ist. Das Finale ist nicht ganz so begeisternd, dafür weniger lethal als die anderen Abenteuer aus der Reihe.
Donnerstag, 18. November 2010
Freitag, 5. November 2010
Rasso Knoller: Die Dancing Queen im Schärengarten - Stockholmer Spiegelungen
Rasso Knollers Buch lässt sich durchaus als Reiseführer verstehen. Für Leute, die bereits etwas Zeit in Stockholm zugebracht haben, ist das Buch nämlich nicht mehr wirklich interessant, da primär die "Hits" abgearbeitet werden. Das allerdings nicht im Reiseführer-Stil, eher wenig journalistisch überhaupt, das Tempo des Buches ist ruhig und beschaulich, Knoller ziehlt auf die Erfahrung, mehr als auf das Herumfahren.
Freitag, 22. Oktober 2010
Misha Glenny: McMafia
Glenny hat hier ein glänzendes Beispiel angelsächsischen Journalismus abgeliefert. Persönlich, packend, exzellent geschrieben, politisch relevant. So würde man sich Reportagen öfer wünschen. Die kleinen Umwege, die Glenny geht (über seine persönlichen Rechercheerfahrungen), um später dann zu den Fakten zu kommen, sind oft eine wunderbare Idee, welche die Welt, die Glenny uns zeigt, noch einmal öffnet, farbig werden lässt. Am Stärksten sind die Kapitel über Osteuropa, hier zeigt sich doch, dass der Autor dort besondere Kenntnisse erworben hat. Aber insgesamt kann gelten: die Geschichten, die Glenny hier erzählt, haben mein Wissen sehr bereichert.
Was Glenny leider nicht schafft, ist es, eine Vision zu entwerfen, aus den Puzzlestücken ein klares Bild, eine knackige These zu formen. Dass die Mafia sich globalisiert, dass sie in teilen wie banale Wirtschaftsunternehmen denkt und handelt, das ist nicht unbedingt neu. Triaden, Cyberkriminalität - dort, wo Glenny uns mutmaßlich an die Grenzen zum Morgen führt, wird sein Vortrag neblig und irgendwie uninteressiert. Das lässt sich auch an seiner Rede bei TED gut ersehen: für eine Kurzthese ist das Buch nicht geeignet. Das macht aber nichts.
Was Glenny leider nicht schafft, ist es, eine Vision zu entwerfen, aus den Puzzlestücken ein klares Bild, eine knackige These zu formen. Dass die Mafia sich globalisiert, dass sie in teilen wie banale Wirtschaftsunternehmen denkt und handelt, das ist nicht unbedingt neu. Triaden, Cyberkriminalität - dort, wo Glenny uns mutmaßlich an die Grenzen zum Morgen führt, wird sein Vortrag neblig und irgendwie uninteressiert. Das lässt sich auch an seiner Rede bei TED gut ersehen: für eine Kurzthese ist das Buch nicht geeignet. Das macht aber nichts.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Anna von Bayern: KT zu Guttenberg
Das Buch ist natürlich eindeutig parteiisch, Anna von Bayern macht auch keinen Hehl daraus, dass sie mit "KT" gut bekannt ist, sie beginnt das Buch gleich mit einer Anekdote aus dem gemeinsamen Privatleben. Neben teilweise unangenehmer Lobhudelei sind manchmal auch zarte Töne der Kritik zu hören - insgesamt bleibt das Buch allerdings unausgewogen. Was ebenfalls enttäuscht: Die Autorin schafft es letztlich nicht, hinter die Kulissen des "Politstars" zu blicken. What makes him tick? Wir wissen es auch nach der Lektüre dieses Buches nicht. Es bleibt letztlich stecken in der oberflächlichen Betrachtung, in der Nacherzählung, dem Anekdotischen.
Angenehm hingegen ist von Bayerns Schreibe. Bei der BamS scheint sie gelernt zu haben, wie man den Leser mitnimmt, so dass die kleine Rundfahrt durch Guttenbergs Karriere zwar harmlos und verhältnismäßig nichtssagend bleibt, aber doch einen leidlichen Unterhaltungsfaktor aufweist.
Angenehm hingegen ist von Bayerns Schreibe. Bei der BamS scheint sie gelernt zu haben, wie man den Leser mitnimmt, so dass die kleine Rundfahrt durch Guttenbergs Karriere zwar harmlos und verhältnismäßig nichtssagend bleibt, aber doch einen leidlichen Unterhaltungsfaktor aufweist.
Montag, 27. September 2010
Die Masche mit dem Sternchen
In einfachen Worten klären hier die Autoren über die Tricks der Marketing-Profis bei den Banken auf, enthüllen dabei die Unseriösität der meisten Angebote und erklären nebenbei noch ein bißchen die Grundlagen der Anlageverwaltung. Das Buch ist eine Sammlung der ehemaligen Kolumne bei der SZ. Ein nettes Buch - wenn auch nicht direkt Rocket Science.
Mittwoch, 22. September 2010
Stephan Serin: Föhn mich nicht zu
Stephan Serin ist seit Jahren Mitglied der Chaussee der Enthusiasten, wo er wöchentlich lustige Episoden aus seinem Alltag auf der Bühne zum Besten gibt.
Insofern überrascht das Buch ein wenig: Der Autor trifft den Ton nicht richtig, er pendelt zwischen lustigen Erzählungen, ernsthafter Kritik und Absurdem - das kann funktionieren, tut es in diesem Fall aber leider nicht.
Das lyrische Ich hat zudem den Hang zur Jammerigkeit, der einen schon oft bei Studienkollegen etc. geärgert hat, ganz authentisch und dadurch nicht besonders litarisch kommt das rüber.
Inhaltlich ist das Buch streckenweise interessant zu lesen: man hätte allerdings mehr erfahren wollen über die kleinen Geschichten, über die Persönlichkeiten der Schüler, das wird alles nur irgendwie lieblos angeschnitten, sie kommen im Grunde nur als Pointenbringer vor. Das macht so keinen Spaß.
Sedrn hat hier die Chance vergeben, einen relevanten Beitrag zu den aktuellen Debatten zu liefern, dazu hat er einfach zu wenig interessantes geliefert.
Insofern überrascht das Buch ein wenig: Der Autor trifft den Ton nicht richtig, er pendelt zwischen lustigen Erzählungen, ernsthafter Kritik und Absurdem - das kann funktionieren, tut es in diesem Fall aber leider nicht.
Das lyrische Ich hat zudem den Hang zur Jammerigkeit, der einen schon oft bei Studienkollegen etc. geärgert hat, ganz authentisch und dadurch nicht besonders litarisch kommt das rüber.
Inhaltlich ist das Buch streckenweise interessant zu lesen: man hätte allerdings mehr erfahren wollen über die kleinen Geschichten, über die Persönlichkeiten der Schüler, das wird alles nur irgendwie lieblos angeschnitten, sie kommen im Grunde nur als Pointenbringer vor. Das macht so keinen Spaß.
Sedrn hat hier die Chance vergeben, einen relevanten Beitrag zu den aktuellen Debatten zu liefern, dazu hat er einfach zu wenig interessantes geliefert.
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