Bedrückendes Buch, das tief hinab taucht in die pathologischen Zustände des Menschen und noch tiefer hinab in die pathologischen Zustände der Justiz. Hier wird ein wahres Wort verloren darüber, wie es so ist, dass unser objektives Rechtssystem dann doch nur eine Ansammlung von sehr subjektiv handelnden Menschen ist, die Fehler machen.
Geschrieben mit schnörkellosem, trockenem Ton, etwas anderes wäre der Sache auch nicht angemessen gewesen. Rückerts Stil ist der Journalismus anzusehen, schnell geht der Blick über die Zeilen, sachlich und punktgenau werden die Themenschwerpunkte gesetzt.
Ich hätte mir ja manchmal ein wenig mehr Einblick in den Kopf dieser Menschen gewünscht, ihn ihr Leben, so wie dies zu Beginn des Buches dargestellt wird. Dafür allerdings ist das Buch zu sehr Tatsachenbericht, was andererseits vielleicht auch die einzig darstellbare Form für dieses Thema ist, wenn man nicht Capote mit Nachnamen heißt.
Lesenswert!
Samstag, 19. April 2008
Montag, 14. April 2008
Montag, 7. Januar 2008
Martin Suter: Der Teufel von Mailand
Preisverdaechtig, wie durchsichtig und vorhersehbar der Plot in diesem Buch war. Suter bietet ansonsten wieder seine alten Tricks auf: Natur, Neurologie, Crime. Die Schilderung der Hauptperson Sonia blieb leider hohl und unglaubwuerdig, der Plot wirkte konstruiert, insofern konnten die o.g. Staerken des Autors da nicht viel rausholen.
Das einzig wirklich erwaehnenswert Gute an diesem Buch waren die Schilderungen der Talumgebung. Das muss auch Suter gemerkt haben, da er dieses Pferd leider auch etwas zu Tode reitet.
Summa summarum das schlechteste Buch von M.S.
Das einzig wirklich erwaehnenswert Gute an diesem Buch waren die Schilderungen der Talumgebung. Das muss auch Suter gemerkt haben, da er dieses Pferd leider auch etwas zu Tode reitet.
Summa summarum das schlechteste Buch von M.S.
Dienstag, 27. November 2007
Richard Matheson: I am legend
Und gleich mit zwei Büchern in so kurzen Zeitabständen fertig geworden. HA!
Das hier war auch super. Eher deprimierend, aber toll. Wollte es natürlich unbedingt vor der Film-Premiere mit Will Smith durchlesen, danach ist´s ja kaputt.
Selten so ein maskulines Buch gelesen. Durch und durch trocken, raubeinig und unlocker. Wirklich gut, in seiner klotzhaften Art. Ein bißchen erinnerte es mich stellenweise an Island von Huxley, warum auch immer. Bin froh, es noch gelesen zu haben.
Das hier war auch super. Eher deprimierend, aber toll. Wollte es natürlich unbedingt vor der Film-Premiere mit Will Smith durchlesen, danach ist´s ja kaputt.
Selten so ein maskulines Buch gelesen. Durch und durch trocken, raubeinig und unlocker. Wirklich gut, in seiner klotzhaften Art. Ein bißchen erinnerte es mich stellenweise an Island von Huxley, warum auch immer. Bin froh, es noch gelesen zu haben.
Montag, 26. November 2007
Niall Ferguson: Empire
Im Rahmen meines Aufenthalts hier in GB mir dieses explosive Werk gekauft. War sehr angenehm zu lesen. Die vielen literarischen Beispiele waren illustrierend, aber manchmal etwas irritierend, wenn sie genutzt wurden um Argumente zu untermauern.
Die white-man´s-burden Art von NF kann man natürlich nur schwer ertragen, aber immer noch besser als bewusster Betroffenheitsbrei, bei dem der Punkt auf der Strecke bleibt.
Auch der ökonomische Ansatz war sehr erfrischend und ließ sich angenehm lesen.
Insgesamt: Gut!
Die white-man´s-burden Art von NF kann man natürlich nur schwer ertragen, aber immer noch besser als bewusster Betroffenheitsbrei, bei dem der Punkt auf der Strecke bleibt.
Auch der ökonomische Ansatz war sehr erfrischend und ließ sich angenehm lesen.
Insgesamt: Gut!
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