Sonntag, 7. Juli 2013
Walter Kempowski: Fünf Kapitel für sich
Die Reclam-Ausgabe fasst Kempowskis Literatur wunderbar zusammen. Ein kursorischer Überblick über sein Werk, zugleich aber eine qualitativ hochwertige Einführung in seine literarische Arbeitsweise.
Mittwoch, 1. Mai 2013
David Foster Wallace: Consider the Lobster
Nicht jeder Essay ist für den Durchschnittseuropäer auch interessant, da Wallace teilweise genuin amerikanische Themen (z.B. Wahlkampf X) behandelt, die auch nicht immer den Horizont in's Allgemeine öffnen.
Geöffnet werden einem allerdings die Augen. Intelligente Texte, formal und gedanklich inspirierend und neuartig, man hat immer wieder das Gefühl hier dem "nächsten großen Ding" der Literatur auf der Spur zu sein - wenn DFW nicht mittlerweile verstorben wäre.
Geöffnet werden einem allerdings die Augen. Intelligente Texte, formal und gedanklich inspirierend und neuartig, man hat immer wieder das Gefühl hier dem "nächsten großen Ding" der Literatur auf der Spur zu sein - wenn DFW nicht mittlerweile verstorben wäre.
Samstag, 13. April 2013
Helmut Krausser: Einsamkeit und Sex und Mitleid
Ein unterhaltsames, gut geschriebenes Buch. Witzig ist es auch. Ich bin eigentlich der Meinung, Krausser kann mehr als das.
Alex Rühle: Ohne Netz
Der Autor schreibt wunderbar und ein ein Talent für Lebensbetrachtung und schöne Miniaturen. Das Thema war allerdings entweder undankbar (ist ja auch nicht die spektakulärste Idee, von der man je gehört hat: Hey, ich mach jetzt mal das, was wir alle viele (die meisten) Jahre unseres Lebens gemacht haben. Nämlich ohne Internet sein) oder er wusste nichts draus zu machen - Mehrwert dieses Buchs: 0.
Sonntag, 3. Februar 2013
Wolfgang Herrndorf: Tschick
Das ist ausnahmsweise wirklich ein Buch über Heranwachsende, das den Vergleich mit dem Fänger im Roggen verdient hat, was an dem besonderen Sound des Buches liegt, der ganz nah am "Fänger" ist. Zugleich schafft es Herrndorf, auch eine klare, realistische Sprache für einen Heranwachsenden von heute zu finden, die zu keinem Zeitpunkt facepalm-mäßig wirkt.
Abgesehen davon hat Herrndorf hier ein wunderbares Roadmovie geschaffen, eine deutsch-russische, eine hetero-schwule Geschichte geschrieben, viele Themen, die Liebe, die Freundschaft, die Welt und die Gesellschaft, alles ganz lässig, wie ein Cabrio-Ausflug im Frühling. Super.
Abgesehen davon hat Herrndorf hier ein wunderbares Roadmovie geschaffen, eine deutsch-russische, eine hetero-schwule Geschichte geschrieben, viele Themen, die Liebe, die Freundschaft, die Welt und die Gesellschaft, alles ganz lässig, wie ein Cabrio-Ausflug im Frühling. Super.
Dienstag, 15. Januar 2013
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