Dienstag, 5. Juli 2011

Rebecca Casati und Moritz von Uslar: Wie sehen Sie denn aus?

Diese Sammlung von "Stilkritiken" aus der SZ habe ich in einer Std. durchgelesen. Preis-Leistungsverhältnis eher mager. Nicht nur wegen des knappen Inhalts, sondern auch wegen der teilweise etwas faulen Stilkritik der Autoren. Während die Idee popautorenmäßig genug ist, um lustig zu sein, und die Kritiken auch hübsch gegen den Strich gebürstet sind, fällt, wie so manches Mal in der Popliteratur auf, dass die Pose ein bißchen zu sehr den Inhalt ersetzt. Im Übrigen: Alle Männer sind grauenvoll gekleidet. Sahen die Menschen 1999 wirklich so aus? Muss dringend alte Fotos rauskramen.

Montag, 4. Juli 2011

Daniel Altman: 24 Stunden

Ein spannender Überblick über die Wirtschaft einer globalisierten Welt und eine gute Idee der Präsentation. Unterhaltsam  geschrieben.

Sonntag, 3. Juli 2011

Christian Kracht: New Wave

Reisereportagen souverän wie immer, aber ehrlicher als im gelben Bleistift noch. Auch die Erzählungen teils gut. Nertötend aber die teilweisen Klamaukattacken. Die doch besser den Könnern überlassen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Michel Houellebecq: Gegen die Welt, gegen das Leben

einer der wichtigsten Autoren derGegenwart als Fanboy. In seinem ersten Buch hat MH einen Essay über das Werk Lovecrafts geschrieben, der große Bewunderung für den Autoren ausdrückt und sich intensiv mit Lovecrafts Werk auseinandersetzt. Entgegen der Meinung mancher handelt es sich dabei nicht um die Beschäftigung mit einem ähnlichen Autoren. Wohl aber kann in der wohlwollenden Betrachtund des Menschen Lovecraft bereitd einiges von MHs Werk als angelegt betrachtet werden.

Samstag, 18. Juni 2011

Detlef Gürtler: Wirtschaftsatlas Deutschland

Informationsvisualisierungen statistischer Daten Deutschlands und der Welt. Von der Aufbereitung her vielleicht etwas monothematisch, aber sehr gelungen und informativ. Mehr davon, gerne auch etwas anspruchsvoller im Rahmen der Grafikerstellung.

Freitag, 17. Juni 2011

Max Otte: Der Informationscrash

Das Buch hat einige interessante Themen zu bieten, insbesondere das Kernthema, die Desinformationsgesellschaft, ist ein spannendes Feld. Umso mehr hätte man sich ein Buch gewünscht, das sich etwa auf dieses Thema konzentriert, anstatt von einem Thema zum nächsten zu springen wie ein ADS-gestörtes Schulkind. Das Buch hätte dringend einen guten Lektor und wahrscheinlich schlicht noch einige Monate Arbeit durch den Autoren gebraucht, um zu einem gut lesbaren und wirklich verwertbaren Werk zu werden. So ist es eher ein Sketchbuch, eine Ansammlung von mal mehr, mal weniger guten Ideen, die nirgendwo hin führt. Schade um die vertane Chance. Einige Anregungen kann der Leser aber immerhin mitnehmen.

Montag, 13. Juni 2011

Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution

Sehr spannendes Buch eines Insiders der "Medienrevolution", das sich auch nicht zu schade ist, teilweise etwas in Techie-Talk abzudriften. Wahrscheinlich die bestinformierte Zusammenfassung der online-Medienentwicklung der letzten zehn Jahre aus deutscher Feder.