Spannende Einblicke in die Welt der Wirtschaftskriminalität bietet in diesem Buch Leo Müller. Der Journalist kann es allerdings nicht ganz lassen, die Dinge von Zeit zu Zeit ein wenig zu dramatisieren. So wird teilweise mit unheilsschwangerer Stimme von Geschichten berichtet, die jedem, der sich nur ansatzweise damit auskennt, nicht mehr allzu spektakulär vorkommen. Dabei hat Müller eifrig gesammelt und einige kapitale Verbrechen zusammengesucht, bei denen erstaunlich oft die gleichen Gesichter zu sehen sind.
Das Thema "Schweiz" findet dabei besondere Beachtung und ist auch recht interessant. Es hätte aber gern noch mehr in den Vordergrund gerückt werden können, zuungunsten der spektakulären, aber doch letztlich ollen Kamellen, die teilweise geschildert werden (Möllemann etc.). Insgesamt ein interessantes, solides Buch, das ich gerne gelesen habe, das ich aber nicht uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Dafür war auch der Analyseteil zu wenig tiefgehend.
Dienstag, 22. März 2011
Donnerstag, 17. März 2011
V.A. - Die 1w6 Freunde
Eine wunderbare Idee, ein "Abenteuerbuch" für die Kassettenkindergeneration zu schreiben. So ganz super ist die Umsetzung allerdings nicht. Was gefällt: Der spürbare Enthusiasmus der Autoren für das Sujet, der Gedanke eines einfachen Systems, die vielen Guten Ideen und auch das Bonusabenteuer.
Was nicht gefällt: Das wenig überzeugende Lektorat! Ebenfalls nicht so dolle ist das eben genannte einfache System. Ein bißchen zu einfach für meinen Geschmack. So ein bißchen Würfelschwingen gehört doch einfach dazu. Den Charakteren zudem jeweils nur einen Bonuswert zu geben macht diese doch ein bißchen arg langweilig. Keine Steigerungsmöglichkeiten, nix. Zumindest noch eine negative Eigenschaft hätte es doch noch sein dürfen? Das System braucht also ein bißchen Tweaking.
Das Artwork ist gut, nur die Titelseite ist ausgerechnet ziemlich schwach geraten.
Wir werden es demnächst mal antesten, ich würde mich über weitere Abenteuerbände freuen.
Was nicht gefällt: Das wenig überzeugende Lektorat! Ebenfalls nicht so dolle ist das eben genannte einfache System. Ein bißchen zu einfach für meinen Geschmack. So ein bißchen Würfelschwingen gehört doch einfach dazu. Den Charakteren zudem jeweils nur einen Bonuswert zu geben macht diese doch ein bißchen arg langweilig. Keine Steigerungsmöglichkeiten, nix. Zumindest noch eine negative Eigenschaft hätte es doch noch sein dürfen? Das System braucht also ein bißchen Tweaking.
Das Artwork ist gut, nur die Titelseite ist ausgerechnet ziemlich schwach geraten.
Wir werden es demnächst mal antesten, ich würde mich über weitere Abenteuerbände freuen.
Dienstag, 1. Februar 2011
Kurt Tucholsky: Schloss Gripsholm/Rheinsberg
Nachdem ich Schloss Gripsholm schon gelesen hatte, war nur Rheinsberg für mich von Interesse, das mich aufgrund seiner Atmosphäre sehr beeindruckt hat. Die Stimmung der Jugend, der Liebe und vielleicht auch dieser Jahre ist ganz und gar magisch und insofern unterscheidet sich das Buch deutlich von Tucholskys non-fiction-Werken. Wenn Rheinsberg allerdings auch nur im Kern autobiographisch ist, wird klar, woher KT seine Stärke bezogen hat, mit der er gegen die "deutschen" Widerstände ankämpfte. Einzig: Die gute Claire hat doch ein bißchen genervt.
Dienstag, 11. Januar 2011
Patrick Süßkind: Die Geschichte von Herrn Sommer
Eine wunderbare, romantisch-melancholische Geschichte für einen herbstlichen Nachmittag. Die Zeichnungen von Sempé sind, wie immer, treffend, hier aber bieten die Aquarelle mehr, sie ergänzen die Geschichte auf ihre eigene Art.
V.A. - Lustig ist das Verlegerleben
Die Auswahl der Briefe von und an Diogenes-Verleger Daniel Keel sind ein beeindruckendes Kompendium
- der Freundschaft
- des Unternehmertums
- der Bildung
und insgesamt einfach eine Dokumentation dessen, was ein Mann mit Wille und Kraft in einem Leben so bewegen kann. Nebenbei werden wir Zeuge von langen Freundschaften, von der Strahlkraft des Verlegers Keel - aber leider zu wenig von den Schattenseiten der Angelegenheit. So sind alle Briefe von Patricia Highsmith außerordentlich sensibel und freundlich, obwohl Keel sie als außerordentlich schwierigen Menschen beschreibt.
Sicherlich das beeindruckenste Testat dieser Briefe dürfte sein, wie viele Autoren sich von Keel erkannt gefühlt haben und in tiefer Freundschaft mit ihm und seiner Frau verbunden waren. Wer dies von sich behaupten kann, hat ein gutes Leben gelebt.
- der Freundschaft
- des Unternehmertums
- der Bildung
und insgesamt einfach eine Dokumentation dessen, was ein Mann mit Wille und Kraft in einem Leben so bewegen kann. Nebenbei werden wir Zeuge von langen Freundschaften, von der Strahlkraft des Verlegers Keel - aber leider zu wenig von den Schattenseiten der Angelegenheit. So sind alle Briefe von Patricia Highsmith außerordentlich sensibel und freundlich, obwohl Keel sie als außerordentlich schwierigen Menschen beschreibt.
Sicherlich das beeindruckenste Testat dieser Briefe dürfte sein, wie viele Autoren sich von Keel erkannt gefühlt haben und in tiefer Freundschaft mit ihm und seiner Frau verbunden waren. Wer dies von sich behaupten kann, hat ein gutes Leben gelebt.
Dienstag, 21. Dezember 2010
Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein
Ein sehr motiviertes Buch, mit vielen motivierenden Gedanken darin. Mich hat es trotzdem sehr angestrengt. Oder deshalb?
Dienstag, 14. Dezember 2010
Bret Easton Ellis: Die Informanten
Dies vorweg: es macht keinen Sinn, BEE auf deutsch zu lesen, ein guter Teil der Lesefreude fällt einfach weg.
Auch im Übrigen war "Die Informanten" eine Enttäuschung. Die "sanfte Apokalypse", die das Buch ganz treffend beschreibt, bleibt etwas beliebig und belanglos. Dass Ellis dann gegen Ende die Gewaltspirale anzieht, lässt das Buch nur noch verzweifelter erscheinen. Nach American Psycho geschrieben, wirkt es kraftlos. Einige Dialoge, einige Gedanken bleiben hängen, ansonsten ist das Buch aber nicht weiter aufgefallen.
Auch im Übrigen war "Die Informanten" eine Enttäuschung. Die "sanfte Apokalypse", die das Buch ganz treffend beschreibt, bleibt etwas beliebig und belanglos. Dass Ellis dann gegen Ende die Gewaltspirale anzieht, lässt das Buch nur noch verzweifelter erscheinen. Nach American Psycho geschrieben, wirkt es kraftlos. Einige Dialoge, einige Gedanken bleiben hängen, ansonsten ist das Buch aber nicht weiter aufgefallen.
Abonnieren
Posts (Atom)