Dienstag, 21. Dezember 2010

Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein

Ein sehr motiviertes Buch, mit vielen motivierenden Gedanken darin. Mich hat es trotzdem sehr angestrengt. Oder deshalb?

Dienstag, 14. Dezember 2010

Bret Easton Ellis: Die Informanten

Dies vorweg: es macht keinen Sinn, BEE auf deutsch zu lesen, ein guter Teil der Lesefreude fällt einfach weg.

Auch im Übrigen war "Die Informanten" eine Enttäuschung. Die "sanfte Apokalypse", die das Buch ganz treffend beschreibt, bleibt etwas beliebig und belanglos. Dass Ellis dann gegen Ende die Gewaltspirale anzieht, lässt das Buch nur noch verzweifelter erscheinen. Nach American Psycho geschrieben, wirkt es kraftlos. Einige Dialoge, einige Gedanken bleiben hängen, ansonsten ist das Buch aber nicht weiter aufgefallen.

Donnerstag, 25. November 2010

Adam Gautletts: Not so quiet

Cthulhu-inspiriertes Adventure, routiniert geschrieben, in der Mitte vielleicht etwas railroady, was aber für ein one-shot auch ganz gut ist. Das Finale ist nicht ganz so begeisternd, dafür weniger lethal als die anderen Abenteuer aus der Reihe.

Donnerstag, 18. November 2010

Max Goldt: QQ

Er schreibt einfach weiter in dieser Qualität.

Freitag, 5. November 2010

Rasso Knoller: Die Dancing Queen im Schärengarten - Stockholmer Spiegelungen

Rasso Knollers Buch lässt sich durchaus als Reiseführer verstehen. Für Leute, die bereits etwas Zeit in Stockholm zugebracht haben, ist das Buch nämlich nicht mehr wirklich interessant, da primär die "Hits" abgearbeitet werden. Das allerdings nicht im Reiseführer-Stil, eher wenig journalistisch überhaupt, das Tempo des Buches ist ruhig und beschaulich, Knoller ziehlt auf die Erfahrung, mehr als auf das Herumfahren.

Freitag, 22. Oktober 2010

Misha Glenny: McMafia

Glenny hat hier ein glänzendes Beispiel angelsächsischen Journalismus abgeliefert. Persönlich, packend, exzellent geschrieben, politisch relevant. So würde man sich Reportagen öfer wünschen. Die kleinen Umwege, die Glenny geht (über seine persönlichen Rechercheerfahrungen), um später dann zu den Fakten zu kommen, sind oft eine wunderbare Idee, welche die Welt, die Glenny uns zeigt, noch einmal öffnet, farbig werden lässt. Am Stärksten sind die Kapitel über Osteuropa, hier zeigt sich doch, dass der Autor dort besondere Kenntnisse erworben hat. Aber insgesamt kann gelten: die Geschichten, die Glenny hier erzählt, haben mein Wissen sehr bereichert.

Was Glenny leider nicht schafft, ist es, eine Vision zu entwerfen, aus den Puzzlestücken ein klares Bild, eine knackige These zu formen. Dass die Mafia sich globalisiert, dass sie in teilen wie banale Wirtschaftsunternehmen denkt und handelt, das ist nicht unbedingt neu. Triaden, Cyberkriminalität - dort, wo Glenny uns mutmaßlich an die Grenzen zum Morgen führt, wird sein Vortrag neblig und irgendwie uninteressiert. Das lässt sich auch an seiner Rede bei TED gut ersehen: für eine Kurzthese ist das Buch nicht geeignet. Das macht aber nichts.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Anna von Bayern: KT zu Guttenberg

Das Buch ist natürlich eindeutig parteiisch, Anna von Bayern macht auch keinen Hehl daraus, dass sie mit "KT" gut bekannt ist, sie beginnt das Buch gleich mit einer Anekdote aus dem gemeinsamen Privatleben. Neben teilweise unangenehmer Lobhudelei sind manchmal auch zarte Töne der Kritik zu hören - insgesamt bleibt das Buch allerdings unausgewogen. Was ebenfalls enttäuscht: Die Autorin schafft es letztlich nicht, hinter die Kulissen des "Politstars" zu blicken. What makes him tick? Wir wissen es auch nach der Lektüre dieses Buches nicht. Es bleibt letztlich stecken in der oberflächlichen Betrachtung, in der Nacherzählung, dem Anekdotischen.

Angenehm hingegen ist von Bayerns Schreibe. Bei der BamS scheint sie gelernt zu haben, wie man den Leser mitnimmt, so dass die kleine Rundfahrt durch Guttenbergs Karriere zwar harmlos und verhältnismäßig nichtssagend bleibt, aber doch einen leidlichen Unterhaltungsfaktor aufweist.