Sonntag, 7. Oktober 2007
Belle de Jour: Diary of a Callgirl
Nette Chicklit für zwischendurch. Nicht ganz so juicy wie erhofft, dafür aber ganz lustig und ein gutes - und unvorhergesehenes - Beispiel neuer britischer Chicklit. Insgesamt knackig geschrieben, mit etwas wenig Variation bei den Themen, gegen Ende wurde es dann langsam langweilig. Aber sind das unsere Leben nicht alle?
Steven Levitt/Stephen Dubner: Freakonomics
Ein schönes Buch zum Thema, wie man mit Wissenschaft auch den Alltag bunt und verständlich machen kann. Mehr davon! Weniger aber bitte von diesem seltenen us-messianischen Ton, der mich nicht so unterhalten hat. Ob das stimmt, was die Autoren behaupten, kann ich natürlich sowieso nicht beurteilen. Wissenschaften halt.
John Grisham: The Client
...es war eben ein Doppelbuch mit 2 Büchern zum Preis von einem. So hat es sich aber auch gelesen. Schon den Film hab ich irgendwann ausgemacht. Ob man diese Geschichte liest oder in China fällt n Sack mit Reis um, ist auch egal.
Mein Mitbewohner sagt, Grisham wäre so ein wiedergeborener Christ. Da hätte ich euphorisierenderes erwartet.
Mein Mitbewohner sagt, Grisham wäre so ein wiedergeborener Christ. Da hätte ich euphorisierenderes erwartet.
Dienstag, 11. September 2007
John Grisham: The Street Lawyer
Schon ein älteres Buch, das merkt man ihm an. Die Erzählung scheint nicht mehr ganz zeitgemäßen Melodien zu folgen. Auch ansonsten halte ich "The street lawyer" für eines der schlechtesten Bücher von Grisham. Die Story ist recht fad und einfach unfassbar simpel, keinerlei Twists oder Finessen. Die Geschichte der Obdachlosen in den USA, die dieses Buch zum Hauptthema macht, ist natürlich ein ehrenwertes Anliegen, scheint aber einfach nicht wirklich in die Welt Grishams zu passen. Plot und Thema gleiten jedenfalls stetig aneinander vorbei. Nie schafft es Grisham, wirklich eine Verbindung der Themen zu erreichen.
Das lustigste daran ist, dass man das Buch trotzdem bis zum Ende liest, nicht ohne ganz geringes Vergnügen. Das beherrscht John Grisham einfach.
Das lustigste daran ist, dass man das Buch trotzdem bis zum Ende liest, nicht ohne ganz geringes Vergnügen. Das beherrscht John Grisham einfach.
Montag, 9. Juli 2007
Martin Suter: Small World
So, jetzt hab ich langsam fast alle Romane von ihm gelesen, in verkehrter chronologischer Reihenfolge.
Small World hat mir am Besten gefallen. Die Konstruktion des Romans ist im Grunde nicht weiter knifflig, funktioniert aber einfach sehr gut. Die handwerkliche Umsetzung ist gelungen, man bleibt dran, und jede Seite ist ein Genuss.
Etwas blass bleiben leider die Charaktere, die eher holzschnittartig-lieblos präsentiert werden. Hier die böse Patriarchin, da der verkomme Sohn, und bei Simone, die sich ja zu so einer Art Protagonistin entwickelt, fällt mir eigentlich gar nichts ein.
Man kann das natürlich auch so lesen, dass die Charaktere zugunsten der Geschichte zurücktreten, ich fand das aber etwas unausgewogen.
Ansonsten habe ich aber nichts zu bemängeln und sage mal: Hut ab.
Small World hat mir am Besten gefallen. Die Konstruktion des Romans ist im Grunde nicht weiter knifflig, funktioniert aber einfach sehr gut. Die handwerkliche Umsetzung ist gelungen, man bleibt dran, und jede Seite ist ein Genuss.
Etwas blass bleiben leider die Charaktere, die eher holzschnittartig-lieblos präsentiert werden. Hier die böse Patriarchin, da der verkomme Sohn, und bei Simone, die sich ja zu so einer Art Protagonistin entwickelt, fällt mir eigentlich gar nichts ein.
Man kann das natürlich auch so lesen, dass die Charaktere zugunsten der Geschichte zurücktreten, ich fand das aber etwas unausgewogen.
Ansonsten habe ich aber nichts zu bemängeln und sage mal: Hut ab.
Freitag, 29. Juni 2007
Uta Glaubitz: Gerneration Praktikum
Tja, selber schuld wenn man sowas liest. Ich hatte mir das Ding ja auch nur angeschaut, weil ich ja grade selber - da fand ich das halt lustig.
Uta Glaubitz war schon mit Veröffentlichungen erfolgreich - allerdings als Karriereberaterin. Jetzt hat sie also ein Buch geschrieben mit diesem Trendwort Praktikum drauf. Und ihre Ratio ist: Wer ein Praktikum macht, der sollte erstmal wissen, was er hinterher werden will. Und los geht´s mit der Karriereberatung. Die Sache mit dem Praktikum ist dann nicht mehr ganz so wichtig.
Ziemlicher Etikettenschwindel. Aber wer ein Buch zur Karriereberatung braucht, dem wird´s evtl. gefallen. Und zugegeben: Soviel gibt es ja jetzt zum Praktikum auch nicht zu schreiben.
Uta Glaubitz war schon mit Veröffentlichungen erfolgreich - allerdings als Karriereberaterin. Jetzt hat sie also ein Buch geschrieben mit diesem Trendwort Praktikum drauf. Und ihre Ratio ist: Wer ein Praktikum macht, der sollte erstmal wissen, was er hinterher werden will. Und los geht´s mit der Karriereberatung. Die Sache mit dem Praktikum ist dann nicht mehr ganz so wichtig.
Ziemlicher Etikettenschwindel. Aber wer ein Buch zur Karriereberatung braucht, dem wird´s evtl. gefallen. Und zugegeben: Soviel gibt es ja jetzt zum Praktikum auch nicht zu schreiben.
Truman Capote: Sommerdiebe
Capotes erstes Werk, zu Lebzeiten unveröffentlicht. Eine kurze, sommerliche Geschichte über eine Sommerliebe in New York. Reiches Mädchen trifft armen Buben, die beiden haben einen dieser Sommer zusammen, die man angeblich mit 17, 18 so erlebt (tja...)
Das Buch hat mich ein wenig an den Catcher im Rye erinnert, naja, ist ja auch so ähnlich. Sprache toll, Thema auch, Geschichte nett erzählt und die Charaktere haben trotz ihrer etwas stereotypen Anlagen dann doch ziemliche Tiefe. So ein ganz großer Wurf ist es mE nicht. Aber ein tolles, kurzes Büchlein für einen heißen Sommertag.
Das Buch hat mich ein wenig an den Catcher im Rye erinnert, naja, ist ja auch so ähnlich. Sprache toll, Thema auch, Geschichte nett erzählt und die Charaktere haben trotz ihrer etwas stereotypen Anlagen dann doch ziemliche Tiefe. So ein ganz großer Wurf ist es mE nicht. Aber ein tolles, kurzes Büchlein für einen heißen Sommertag.
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